Migration von Film- und Videodaten

Zusammenfassung

Bei der Digitalisierung von analogen Filmen und Videos entstehen unabdingbar riesige Datenmengen. Wie kann das Archiv das ihm anvertraute digitale Kulturgut nicht nur vermitteln, sondern auch sichern und warten?

Eine erprobte Möglichkeit besteht darin, die Daten auf Magnetbändern zu speichern. Welche Infrastruktur braucht es dazu? Wie sieht ein möglicher Workflow aus? Wie sollen die Kassetten gelagert werden?

Die gängige, auf LTO-Kassetten basierende Lösung wird eingeführt, diskutiert und kritisch hinterfragt: Was ist von den Herstellern versprochen worden und wie sieht heute die Realität fürs Archiv aus? Was ist von der zukünftigen LTO-Technologie zu erwarten? Welche Alternativen zu LTO gibt es überhaupt?

Nichts zu machen und zuzuwarten ist fürs digitale Archiv keine Option. Während jeder Datenmigration können nämlich Container, Codecs, Daten und Metadaten bei Bedarf anpasst werden, was dem Archiv ganz neue Horizonte der Datenpflege eröffnet.

Zielpublikum Der Workshop wendet sich an Fachpersonen, die in ihrer täglichen Arbeit in Archiven, Bibliotheken und Museen mit audiovisuellen Dateien umgehen müssen. Für die Teilnehmende soll der Begriff «Langzeit» eine grössere Zeitspanne als ein Jahrzehnt umfassen.
Inhalte
  • Aufbau einer Datei: Container, Codec, Daten und Metadaten
  • ein Träger (LTO-Kassette) und seine Formatierung (TAR, propietäre Formate oder LTFS)
  • die Knacknuss: die geplante Obsoleszenz der Geräte
  • Wartung der Dateien und der Daten in der Langzeit
Datum Mittwoch, den 31. Oktober 2018, von 9 Uhr 30 bis 16 Uhr 30
Ort in den Räumlichkeiten der Kinemathek Lichtspiel in Bern
Anzahl Teilnehmende 10 bis 20 Personen
Preis inklusive Kursunterlagen und Mittagessen:
  • CHF 300
  • Memoriav-Mitglieder: CHF 200
Anmeldung bis zum 26. Oktober 2018 auf der Website von Memoriav
Lehrperson Reto Kromer
Eine Zusammenarbeit

2018–08–21